Gute Nachricht: ETS II betrifft Ihr Brennholz nicht!
ETS II ist ein neues europäisches Instrument zur Reduzierung von Emissionen im Gebäude- und Verkehrssektor. Es setzt an dem Prinzip an, dass Umweltverschmutzung nicht länger „kostenlos“ sein soll. Im Kern funktioniert ETS II wie ein CO₂-Preisschild: Je mehr CO₂ beim Heizen oder Autofahren entsteht, desto höher fallen die Kosten für fossile Brennstoffe aus. Aber gute Nachricht – Brennholz ist von diesem System jedoch nicht betroffen!

Wie kam es dazu?
Die Europäische Union hat sich das klare Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dafür wurde das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) eingeführt. Schnell zeigte sich jedoch, dass das bestehende ETS I, das vor allem Industrie und Energieerzeuger erfasste, nicht ausreichte. Deshalb beschloss die EU 2023 mit der Richtlinie (EU) 2023/959 neue Regeln und führte ein zusätzliches, parallel laufendes System ein: ETS II.
Das Wesentliche von ETS II
ETS II betrifft die Verbrennung von Brennstoffen in Gebäuden und im Straßenverkehr – also vor allem den Energieverbrauch in privaten Haushalten und bei kleinen Unternehmen.
So funktioniert es:
- Nicht die Haushalte, sondern die Brennstofflieferanten müssen Emissionszertifikate kaufen. Ein Zertifikat steht jeweils für eine Tonne CO₂.
- Je höher die CO₂-Emissionen eines Brennstoffs sind, desto teurer wird er. Das soll Anreize für Energiesparen, bessere Dämmung, moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen sowie effizientere Verkehrsmittel schaffen.
- ETS II läuft getrennt vom bestehenden ETS, damit Preisschwankungen aus der Industrie nicht direkt auf Haushalte durchschlagen.
- Der Start ist für 2027 vorgesehen. Bei außergewöhnlich hohen Energiepreisen kann der Beginn einmalig auf 2028 verschoben werden.
Brennholz fällt nicht unter ETS II
Brennholz ist kein Bestandteil des neuen Emissionshandelssystems. ETS II richtet sich in erster Linie an fossile Brennstoffe wie Erdgas, Kohle und Heizöl. Holz bleibt davon ausgenommen, da es als erneuerbare Energiequelle gilt und seine Verbrennung rechtlich als klimaneutral eingestuft wird. Kurz gesagt: Wer mit Brennholz heizt, muss keine Emissionszertifikate bezahlen.
ETS II macht Brennholz noch günstiger!
Ein wesentlicher Vorteil von Brennholz ist, dass es nicht unter das System der Emissionszertifikate ETS II fällt. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Gas oder Heizöl unterliegt Brennholz keinen zusätzlichen CO₂-Kosten aus dem ETS II. Für Haushalte bedeutet das mehr Planungssicherheit und Schutz vor künftigen Preissteigerungen, die durch klimapolitische Vorgaben entstehen können.
Darüber hinaus zählt Brennholz zu den preislich attraktivsten Brennstoffen. Seine Kosten sind langfristig stabiler als jene von fossilen Energien oder Strom. Wer vorausschauend einkauft und das Holz richtig lagert, kann seine Heizkosten zusätzlich senken – ein klarer Vorteil in Zeiten steigender Energiepreise.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Versorgung aus regionalen Quellen. Brennholz stammt überwiegend aus regionaler Forstwirtschaft und macht Haushalte unabhängiger von Energieimporten und internationalen Preisschwankungen. Das stärkt nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern erhöht auch die Versorgungssicherheit.
Nicht zuletzt überzeugen moderne Holzheizsysteme durch hohe Effizienz. Zeitgemäße Öfen und Heizkessel erreichen einen hohen Wirkungsgrad bei deutlich geringeren Emissionen und bieten einen Komfort, der mit anderen Heizsystemen vergleichbar ist. Richtig eingesetzt, ist Brennholz damit eine praktische, wirtschaftliche und nachhaltige Heizlösung.
